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Von den Anfängen bis 1567

Der tatsächliche Ursprung von Ahrensburg verliert sich im Dunkel der Geschichte. Keimzelle war aber das Dorf Woldenhorn, das wahrscheinlich bereits im 11. Jahrhundert bestand, eine Siedlung von sechs bis sieben Höfen am Rand des Auetals, im Bereich des heutigen Alten Marktes. Im heutigen Naturschutzgebiet Ahrensfelder Teich, damals ein See, entstand späterhin die Burg Arnesvelde, die heute noch als Bodenerhebung im Wald Hagen zu erkennen ist. Woldenhorn war ein abseits gelegenes Dorf, von Wäldern und Sümpfen umschlossen. Seine Bauern waren persönlich frei, hatten aber dem Burgvogt (also dem Verwalter) Abgaben zu leisten, überwiegend in Form von Roggen.

 

Woldenhorn wird amtlich

Kein Ergebnis gefunden.

Als Woldenhorn im Jahr 1314 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde, bestand es wohl schon seit mindestens 200 Jahren. Wie oft bei urkundlichen Erwähnungen ging es um einen Besitzerwechsel: Graf Johann III. von Holstein-Plön nannte das Dorf Woldenhorn in einer Urkunde, als er es seinem Onkel Adolf VI. nach einer verlorenen Schlacht abnahm.

 

Das katastrophale 14. Jahrhundert

Das Jahr 1314 markiert auch den Beginn von drei nasskalten Sommern, die zu Missernten und schwerer Hungersnot führten. Viele Höfe im Ahrensburger Gebiet wurden im folgenden Jahrhundert von ihren Bewohnern - soweit sie überlebt hatten - verlassen, Ackerland wurde aufgegeben, ganze Dörfer verwaisten und verfielen. Die Bewohner zogen in belebtere Dörfer oder in die Städte Hamburg und Lübeck. Als 1350 erstmals die Pest über Schleswig-Holstein zog, fügte sie der geschwächten Bevölkerung hohe Verluste zu, und von nun an kehrte sie in unregelmäßigen Abständen alle paar Jahre in den Sommermonaten wieder. Durch den Rückgang der Bevölkerungszahl verstärkte sich der Trend zur Aufgabe von Höfen und zur Abwanderung. Der Adel auf dem Land versuchte seine Einkünfte zu sichern, indem er daraufhin den „Schollenzwang„, also den Zwang auf dem Hof zu bleiben, für die Bauern einführte. Vorher war es den Bauern gestattet, ihren Hof zu kündigen und fortzuziehen.

 

Kloster statt Burg: neue Herren

1327/28 hatte Graf Johann seinen Sitz von der Burg Arnesvelde nach Trittau verlegt, indem er das Gebiet, das den Reinfelder Zisterzienser-Mönchen gehört hatte, gegen Woldenhorn, Ahrensfelde und Meilsdorf eintauschte. Die Burg Arnesvelde wurde aufgegeben (nur der Bereich der Vorburg diente noch im 18. Jh. als Ackerland). Woldenhorn sollte nun für 240 Jahre zum Kloster Reinfeld gehören.

Die Bauern von Woldenhorn hatten nun nicht mehr an den Burgvogt, sondern an das Kloster Abgaben zu leisten. Das rund 30 Kilometer entfernte Kloster Reinfeld hatte in Woldenhorn eine Art Außenstelle, die Klostervogtei, von der aus die Dörfer verwaltet wurden. Wo diese Vogtei lag, ist bis heute nicht geklärt.

Die Klosterbauern hatten klar bemessene Abgaben und Dienstleistungen zu erbringen und standen unter der Aufsicht des Klostervogtes. Sie waren aber nicht leibeigen, sondern konnten ihre Stelle aufkündigen und auch ohne Genehmigung heiraten.