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Eine kurze Chronik der Ahrensburger Geschichte

 

Ahrensburg im Mittelalter

Als Woldenhorn wurde die heutige Stadt Ahrensburg 1314 erstmals urkundlich erwähnt. Die Anfänge des einstigen Dorfes liegen jedoch erheblich früher und stehen wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Burg Arnesvelde.

 

 

 

 

 

 

Ahrensburg als Adliges Gut 1567 - 1867

 Nach der Säkularisation des Reinfelder Klosters erhielt im Jahr 1567 der dänische Feldherr Daniel Rantzau die Klostervogtei Woldenhorn. Sein Bruder und Erbe Peter ließ von 1570 bis 1585 am Dorfrand von Woldenhorn ein Herrenhaus im Stil der Renaissance als Wasserburg errichten. Peter Rantzau erweiterte seinen Besitz noch durch Wulfsdorf, widmete Woldenhorn in ein Adliges Gut um und gründete dafür ein eigenes Kirchspiel. Die „Kirche zu Woldenhorn“ (heute Schlosskirche) und die sogenannten Gottesbuden, Wohnungen für Arme wie auch Bedienstete des Gutsherren, wurden ungefähr zeitgleich mit dem heute als Schloss Ahrensburg bezeichneten Herrenhaus errichtet. 1759 erwarb der Kaufmann Heinrich Carl Schimmelmann Schloss und Gut Ahrensburg. Schimmelmann, später dänischer Lehnsgraf und als Unternehmer im transatlantischen Dreieckshandel einer der reichsten Männer Nordeuropas, ließ das Schloss und Gutsdorf Woldenhorn nach barocken Vorgaben repräsentativ umgestalten. Noch heute ist die Straßenführung im Stil einer barocken Kleinstresidenz in der Ahrensburger Innenstadt erkennbar.

 

Ahrensburg war Landgemeinde von 1867 - 1949

Im Jahr 1867 wurde Woldenhorn selbstständige Gemeinde und gab sich den Namen Ahrensburg. Die Eröffnung der Bahnstation Ahrensburg im Jahr 1865 auf der Strecke Hamburg-Lübeck führte ab der Jahrhundertwende zu einem Zuzug begüterter Hamburger Kaufleute, östlich der Bahnstation entstand in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein Villengebiet. Aus wirtschaftlichem Zwang verkaufte der Gutsbesitzer Graf Schimmelmann ab den 1920 Jahren große Flächen als Bauland, zahlreiche neue Siedlungen entstanden daraufhin. Begünstigt durch den Anschluss an das Hamburger U-Bahn-Netz mit zwei Stationen auf der Linie der U1 ab 1923 und in Verbindung mit Eingemeindungen wuchs somit die Landgemeinde Ahrensburg stetig. Der daraufhin folgende Antrag auf Erteilung der Stadtrechte wurde deshalb vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs genehmigt, kriegsbedingt wurden diese aber erst im Jahr 1949 überreicht.

 

Seit 1949 ist Ahrensburg Stadt

Durch den Zuzug vieler Flüchtlinge während und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Bevölkerungszahl sprunghaft an. Geschosswohnungsbau zur Linderung der Wohnungsnot ab 1950 sowie die Ausweisung von Gewerbegebieten in den 1950er und 1960er Jahren veränderten den Charakter Ahrensburgs von einer Landgemeinde vor den Toren Hamburgs zu einem prosperierenden Wirtschaftsstandort mit städtischem Charakter. Seit Anfang der 1980er Jahre ist Ahrensburg größte und wirtschaftlich stärkste Stadt des Kreises Stormarn mit rund 32.000 Einwohnern und rund 13.000 Arbeitsplätzen und zu einem Mittelzentrum aufgewertet. Die durch die Stadt führende B 75, zwei Haltepunkte der Regionalbahn auf der Strecke Hamburg/Lübeck, zwei U-Bahn-Haltestellen sowie eine Anbindung an die Autobahn A1 mit der Anschlussstelle Ahrensburg gewährleisten eine gute Erreichbarkeit.